Interventionsstart GaViD‑Sinne: Verbesserte Versorgung für Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung
Hannover, 19. Januar 2025 – Erfolgreicher Start für das Projekt GaViD‑Sinne, am 1. Dezember 2025 hat der Diagnostik- und Versorgungsstützpunkt Hannover offiziell sein Angebot im Deutschen Taubblindenwerk eröffnet. Damit wird ein wichtiger Schritt hin zu einer verbesserten, ganzheitlichen Versorgung von Menschen mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung vollzogen.
Mit GaViD‑Sinne – Ganzheitliche Versorgungsstützpunkte und interdisziplinäre Diagnostik für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung – wird ein innovatives Versorgungsmodell umgesetzt, das die medizinische Diagnostik, Beratung und Begleitung für Betroffene deutlich stärkt. Viele Menschen mit Beeinträchtigungen beider Fernsinne bleiben bislang unerkannt oder erhalten keine ausreichende medizinische Versorgung. Das Projekt setzt genau hier an.
Initiiert vom Deutschen Taubblindenwerk, schließt GaViD‑Sinne bestehende Versorgungslücken durch den Aufbau von vier spezialisierten Diagnostik- und Versorgungsstützpunkten (DVSP). Diese wurden in enger Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken in Berlin, Hannover, Stuttgart/Tübingen und Würzburg eingerichtet.
In den DVSP erhalten gesetzlich versicherte Betroffene aller Altersgruppen individuell abgestimmte, interdisziplinäre Diagnose‑ und Unterstützungsangebote. Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Sehen, Hören und Kommunikation. Ergänzend erfolgt eine umfassende Beratung zu geeigneten Hilfsmitteln und passgenauen Unterstützungsmöglichkeiten.
Gefördert wird das Projekt durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die wissenschaftliche Evaluation übernimmt die Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA) der Universitätsklinik Freiburg.

